15. Int. Opel – Treffen 2016

Auszug aus der Ipf- und Jagst-Zeitung vom 22.06.2016

Sogar Miss Opel ist da

Zum ersten Treffen in Tannhausen nach elf Jahren Pause kommen 712 Fahrzeuge

TANNHAUSEN (hbl) – Lob und Aner­kennung von allen Seiten hat es zum Abschluss des Internationalen Opel- Treffens in Tannhausen gegeben. Nach elf Jahren Pause hat der Opel- Club das Treffen zu seinem 30-jähri­gen Jubiläum veranstaltet. 170 Ehren­amtliche von den Vereinen haben ge­holfen.

Der Ruf der Opel-Treffen in Tannhausen ist legendär. Bis zu 5800 Fahrzeugen und mehr als 10 000 Gäste waren dabei und haben die 37 Opel- Club-Mitglieder ermutigt, wieder ein solches Treffen zu organisieren. Die gründliche Vorbereitung hat sich bezahlt gemacht. 712 Fahrzeuge wa­ren registriert, 59 stellten sich der Jury.

Ein Rekord von 1964 und ein Opel-Blitz von der Post

Was da auf der Rasenfläche neben dem alten Sportplatz an äußerst gepflegten Opel-Modellen vom Rekord von 1964, den Jörg Gödert aus Bit­burg vorstellte, über Kadett, Corsa, Astra, Manta, Vectra, Calibra, Tigra bis zum legendären gelben Opel- Blitz, dem früheren Dienstfahrzeug der Deutschen Post, vorgestellt wur­de, weckte viele Erinnerungen. Die Besucher staunten aber auch, wie viel Liebe in die Pflege dieser Kult­autos gesteckt wurde.

Abends sorgte die Party-Band „Pop nach 8“ für gute Unterhaltung. Unterstützt wurde sie von Miss Opel 2016, dem Model Aline Knor, die schon am Nachmittag eine Auto­grammstunde gegeben hatte und bei der Siegerehrung die Tannhausener Club-Vorsitzenden Peter Abele und Tobias Brenner unterstützte. Am Abend zuvor hatte das dreitägige Treffen mit einer Disco im proppen­vollen Festzelt begonnen.

Hier warteten 40 Pokale auf die Sieger, unter denen Stefan Küsters aus Köln, mit seinem hellblauen Ka­dett von 1977 herausragte. Er erzielte in der Kategorie Hecktriebler 298 von 300 möglichen Punkten, lag in der Kategorie „Show Fahrzeuge“ an erster Stelle, hatte bei der Lärm-Messung die Nase vorn und erhielt als Tagessieger bei „Best of Tannhausen“ unter dem Beifall der Zuschauer den begehrten Ehrenpokal.

Tobias Feurer von den Opel – Freunden Schopfloch wurde Sieger bei den Fronttrieblern, Denis Sauter überzeugte mit seinem Manta B bei den verbreiterten Fahrzeugen. Tho­mas Brettschneider aus Coburg präsentierte mit seinem Opel GT den mit 231 KW stärksten Motor und Se­bastian Radthe aus Schenefeld hatte mit seinem Insignia und 704 Kilome­tern die längste Anreise.

Bernd Däubler aus Mittelfranken präsentierte das schönste Airbrush, Florian Eichner aus dem Main- Spessart- Kreis drehte kurz seine Musikanlage mit 140,7 Dezibel kurz auf und das Opel-Team Marbach am Neckar freute sich als größter teilnehmender Opel-Club mit zehn Fahrzeugen und 21 Personen über den Ehrenpokal.

Adriano Callegari aus dem Kan­ton Schwyz, seit 1999 zum sechsten Mal beim Opel-Treffen dabei, prä­sentierte einen weißen Calibra, wur­de Sechster bei den Fronttrieblern und machte durch seine Anwesen­heit das Treffen in Tannhausen inter­national.

Peter Abele dankte ab­schließend allen für ihr Mitwirken. Die gute Resonanz lässt alle Mög­lichkeiten für eine Fortsetzung offen.

 

 

Auszug aus der Schwäbischen Post vom 22.06.2016:

„Das sind die krassesten Leute“

Zum 15. internationalen Opel-Treffen in Tannhausen kommen heuer 712 Opel-Fans

Nach einer elfjährigen Pause hatte der Opel-Club Tannhausen erstmals wieder ein dreitägiges Fahr­zeugtreffen organisiert. Zu diesem 15. internationalen Opel-Treffen und zugleich 25. Fahrzeugtreffen des Vereins reisten über 700 Teil­nehmer an.

FRANZ RATHGEB

Tannhausen. Der im Frühjahr 1985 ge­gründete Opel-Club Tannhausen hat bis 2005 insgesamt 14 internationale Opel- Treffen durchgeführt. Diesen großen und bis zu dreitägigen Veranstaltungen folgten fünf kleine Tagestreffen und fünf markenoffene Treffen. Anlässlich des 30-jährigen Vereinsbestehens wurde jetzt das 15. internationale Opel-Treffen veranstaltet. Dieses war zugleich das 25. Fahrzeugtreffen des Vereins.

Trotz der widrigen Witterungsumstän­de war das Treffen mit 712 bei der Ein­fahrt auf das Gelände gezählten Autos, beziehungsweise Teilnehmern gut be­sucht. Die ersten Gäste aus Dortmund waren bereits am Dienstag angereist. Sie harrten drei Tage lang bei Dauerregen bis zum offiziellen Beginn am Freitag­abend aus.

Der Großteil der Teilnehmer reiste am Freitag an. Darunter war der 39-jährige Permin Jöhl aus Kaltbrunn (bei Rapperswil/Jona) in der Schweiz. Er sei bereits das vierte Mal hier, sagte der Schweizer. Jöhl und seine neun Freunde hatten gut 300 Kilometer zurückgelegt. In Tann­hausen wollen sie „Party machen und Autos anschauen“, meinte er.

Auf dem großen Parkgelände konnten die Schweizer und die anderen Teilneh­mer sowie die Besucher beinahe alle in Rüsselsheim gebauten Opel-Modelle bestaunen. Neben den aktuellen Model­len waren vor allem die Klassiker aus den siebziger Jahren zu sehen. Beispielswei­se Ascona, Manta und Kadett sowie Commodore und Monza. Auch mehrere Bedford-Blitz-Busse standen im Matsch.

Aufgrund Letzterem waren die meisten Menschen mit Gummistiefeln unter­wegs. Die auf Hochglanz polierten Autos fuhren alle bei der Fahrzeugprämierung mit dreckigen Reifen vor. Auf der Händ­lermeile wurden neue und gebrauchte Autoteile für die Bereiche Bremsen, Mo­tor und Fahrwerk angeboten. Der Jahr­markt war mit Verkaufsständen der Be­reiche Süßigkeiten, Opel-Aufkleber, Shirts und Zubehör bestückt.

Stefan Küsters war von Köln nach Tannhausen gekommen. Er war bisher im Norden auf Treffen unterwegs und kenne hier niemand, sagte er. Die Veran­staltung lobte er als „supertolles Treffen mit angenehmen Leuten und einer tol­len Organisation“.

Bei der abschließenden Pokalverlei­hung am Sonntag wurden in zwölf Kate­gorien insgesamt 40 Pokale überreicht. Küsters Kadett-C hatte die Jury in den Kategorien „schönster Hecktriebler“ und „Show-Fahrzeuge“ überzeugt. Zu­dem gewann Küsters die dB-Messungen in der Gruppe Auspuff“. Deshalb wurde der Kadett zum schönsten Auto des Tref­fens gekürt. Die vier Pokale sah Küsters als Anerkennung für die Arbeit, die er in seinen Opel investierte. In Tannhausen war er zum ersten Mal. Falls er wieder­kommt, will er mehrere Freunde mit­bringen.

Den Pokal für die weiteste Anreise er­hielten Christian Radtke und dessen zwei Kumpels. Sie waren in acht Stun­den aus Schenefeld in Schleswig-Hol­stein angereist und hatten dabei gut 700 Kilometer zurückgelegt. Dabei war das Trio eigentlich nur wegen der aktuellen Miss Opel, Aline Knor, nach Tannhausen gekommen.

„Opelfahrer sind die krassesten Leute“, urteilte Knor, die vor vier Wochen beim größten Opel-Treffen Deutschlands zur „Miss Opel 2016“ gewählt wurde. In Tannhausen gab sie Autogramme, ließ sich mit Fans fotografieren und über­reichte Pokale.

Der Vorsitzende des Opel-Clubs, Peter Abele, dankte den Teilnehmern, dass „trotz Sauwetter 712 Autos auf Platz wa­ren“. Mit Blick auf die verschmutzten Autoreifen und den Schlamm in den Wiesen sagte er, „wir hätten einen Pokal für das dreckigste Auto machen sollen“. In den nächsten Wochen soll im Verein entschieden werden, ob auch in Zukunft weitere mehrtägige Treffen organisiert werden.

 

Auszug aus der flash:

Comeback eines Kult-Treffens

15. internationales Opel-Treffen Tannhausen

Wie wir alle am eigenen Leib erfahren haben, war der Sommer 2016 wettertechnisch eher durchwach­sen. Durchwachsen war denn auch die Stimmung bei den Veranstaltern des diesjährigen Opel-Treffens in Tannhausen. Nach einer elfjährigen (!) Pause hatte der Opel-Club Tannhausen e.V. wieder ein drei­tägiges Treffen organisiert – und dann: Regen, Regen, Regen, zumindest in den Tagen vorm Veranstal­tungs-Wochenende. „Unsere Laune wurde immer schlechter. Und wir haben mit kaum noch was ge­rechnet, maximal haben wir 200 Fahrzeuge erwartet“, erzählt Club-Vorsitzender Peter Abele. Da hatte er aber ganz offensichtlich die Rechnung ohne die Opel-Fans gemacht!

Die Treffen des Opel-Clubs Tannhausen e.V. sind le­gendär. 1985 gegründet, führte er 14 internationa­le Treffen durch, außerdem noch fünf kleine Tagestreffen sowie fünf mar­kenoffene Treffen. Gerade die mehr­tägigen Veranstaltungen hatten es zuletzt in sich – bis zu 5.800 Fahr­zeuge und mehr als 10.000 Gäste wa­ren zuletzt vor Ort. Damit einher ging für die 37 Club-Mitglieder eine große Verantwortung und viel Orga-Aufwand. Aus diesem Grund wurden die internationalen Treffen von 1995 an schließlich ausgesetzt – bis zu diesem Jahr.

Anlässlich des 30-jährigen Ver­einsbestehens wollte es der Verein noch mal wissen und lud vom 17. bis zum 19. Juni nach Tannhausen. „Die drei Monate vorher waren echt hart“, so Abele. „Es musste sich alles wie­der neu einspielen, die ganze Routine war weg. Aber wir hatten Unterstützung von 170 ehrenamtlich ar­beitenden Freunden, Bekannten und Verwandten – vielen Dank an dieser Stelle!“ Und dann kam der Regen. Und die miese Stim­mung. Alles für die Katz? Nein, denn es reisten trotz widriger Witterung 712 Opel-Fahrzeuge an. Die Bedford-Blitz-Freunde waren übrigens besonders hart­gesotten, weilten sie doch schon seit Dienstag im strömenden Re­gen auf dem Festivalgelände!

Abräumer Stefan Küsters (3.v.I.) ergatterte gleich vier Pokale.

Ascona, Manta. Monza, Commodore und Kadett reihten sich ein zwi­schen Corsa, Astra, Vectra, Calibra oder Tigra. Top gepflegt, wie man un­ter den frischen Matsch – Spritzern se­hen konnte.

Während sich der Regen selbst am Wochenende dann weitest­gehend verabschiedet hatte, wuchs die Stimmung immer mehr. An beiden Abenden war das Festzelt proppevoll, Freitag lautete das DJ-Motto „High Life“, Samstag spielte die Live-Band „Pop nach 8“. Keine Geringere als „Miss Opel“ Aline Knor war ebenfalls vor Ort. Sie schrieb viele Autogramme und half am Sonntag bei der Pokal­vergabe. 40 Exemplare wurden verge­ben, Abräumer der Veranstaltung war sicherlich Stefan Küsters mit seiner 1977er Kadett-C-Limousine: 1. Platz in der Kategorie Hecktriebler, 1. Platz in der Kategorie „Show-Fahrzeuge“, 1. Platz bei der Dezibel-Messung und schließlich erhielt Kösters noch den „Best of Tannhausen“-Pokal.

Als am Montag dann auch die letz­ten Opel-Liebhaber (die Bedfords mal wieder) abgereist waren, fiel Pe­ter Abele mindestens ein V8-Motor­block vom Herzen. Es war alles gut gelaufen. Keine Verletzten, keine Störungen – dafür viel Spaß. Dürfen wir also mit einer Fortsetzung der zwei­jährig stattfindenden internationa­len Treffen rechnen? Der Verein wird diese Frage wohlwollend prüfen, lässt Abele uns wissen. Einen Termin dürft ihr euch aber in jedem Fall schon mal notieren: 18. Juni 2017. An diesem Tag lädt der Opel-Club Tannhausen e.V. zum markenoffenen Old- und Youngtimer-Treffen.