Zeitungsbericht Opel-Treffen Tannhausen 2016 Schwäbische Post

„Das sind die krassesten Leute“

Zum 15. internationalen Opel-Treffen in Tannhausen kommen heuer 712 Opel-Fans

Nach einer elfjährigen Pause hatte der Opel-Club Tannhausen erstmals wieder ein dreitägiges Fahr­zeugtreffen organisiert. Zu diesem 15. internationalen Opel-Treffen und zugleich 25. Fahrzeugtreffen des Vereins reisten über 700 Teil­nehmer an.

FRANZ RATHGEB

Tannhausen. Der im Frühjahr 1985 ge­gründete Opel-Club Tannhausen hat bis 2005 insgesamt 14 internationale Opel- Treffen durchgeführt. Diesen großen und bis zu dreitägigen Veranstaltungen folgten fünf kleine Tagestreffen und fünf markenoffene Treffen. Anlässlich des 30-jährigen Vereinsbestehens wurde jetzt das 15. internationale Opel-Treffen veranstaltet. Dieses war zugleich das 25. Fahrzeugtreffen des Vereins.

Trotz der widrigen Witterungsumstän­de war das Treffen mit 712 bei der Ein­fahrt auf das Gelände gezählten Autos, beziehungsweise Teilnehmern gut be­sucht. Die ersten Gäste aus Dortmund waren bereits am Dienstag angereist. Sie harrten drei Tage lang bei Dauerregen bis zum offiziellen Beginn am Freitag­abend aus.

Der Großteil der Teilnehmer reiste am Freitag an. Darunter war der 39-jährige Permin Jöhl aus Kaltbrunn (bei Rapperswil/Jona) in der Schweiz. Er sei bereits das vierte Mal hier, sagte der Schweizer. Jöhl und seine neun Freunde hatten gut 300 Kilometer zurückgelegt. In Tann­hausen wollen sie „Party machen und Autos anschauen“, meinte er.

Auf dem großen Parkgelände konnten die Schweizer und die anderen Teilneh­mer sowie die Besucher beinahe alle in Rüsselsheim gebauten Opel-Modelle bestaunen. Neben den aktuellen Model­len waren vor allem die Klassiker aus den siebziger Jahren zu sehen. Beispielswei­se Ascona, Manta und Kadett sowie Commodore und Monza. Auch mehrere Bedford-Blitz-Busse standen im Matsch.

Aufgrund Letzterem waren die meisten Menschen mit Gummistiefeln unter­wegs. Die auf Hochglanz polierten Autos fuhren alle bei der Fahrzeugprämierung mit dreckigen Reifen vor. Auf der Händ­lermeile wurden neue und gebrauchte Autoteile für die Bereiche Bremsen, Mo­tor und Fahrwerk angeboten. Der Jahr­markt war mit Verkaufsständen der Be­reiche Süßigkeiten, Opel-Aufkleber, Shirts und Zubehör bestückt.

Stefan Küsters war von Köln nach Tannhausen gekommen. Er war bisher im Norden auf Treffen unterwegs und kenne hier niemand, sagte er. Die Veran­staltung lobte er als „supertolles Treffen mit angenehmen Leuten und einer tol­len Organisation“.

Bei der abschließenden Pokalverlei­hung am Sonntag wurden in zwölf Kate­gorien insgesamt 40 Pokale überreicht. Küsters Kadett-C hatte die Jury in den Kategorien „schönster Hecktriebler“ und „Show-Fahrzeuge“ überzeugt. Zu­dem gewann Küsters die dB-Messungen in der Gruppe Auspuff“. Deshalb wurde der Kadett zum schönsten Auto des Tref­fens gekürt. Die vier Pokale sah Küsters als Anerkennung für die Arbeit, die er in seinen Opel investierte. In Tannhausen war er zum ersten Mal. Falls er wieder­kommt, will er mehrere Freunde mit­bringen.

Den Pokal für die weiteste Anreise er­hielten Christian Radtke und dessen zwei Kumpels. Sie waren in acht Stun­den aus Schenefeld in Schleswig-Hol­stein angereist und hatten dabei gut 700 Kilometer zurückgelegt. Dabei war das Trio eigentlich nur wegen der aktuellen Miss Opel, Aline Knor, nach Tannhausen gekommen.

„Opelfahrer sind die krassesten Leute“, urteilte Knor, die vor vier Wochen beim größten Opel-Treffen Deutschlands zur „Miss Opel 2016“ gewählt wurde. In Tannhausen gab sie Autogramme, ließ sich mit Fans fotografieren und über­reichte Pokale.

Der Vorsitzende des Opel-Clubs, Peter Abele, dankte den Teilnehmern, dass „trotz Sauwetter 712 Autos auf Platz wa­ren“. Mit Blick auf die verschmutzten Autoreifen und den Schlamm in den Wiesen sagte er, „wir hätten einen Pokal für das dreckigste Auto machen sollen“. In den nächsten Wochen soll im Verein entschieden werden, ob auch in Zukunft weitere mehrtägige Treffen organisiert werden.

Zeitungsbericht Schwäbische Post 21.06.2016

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